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Wer seine Sauna liebt, putzt sie. Klingt unspektakulär, entscheidet aber über Hygiene, Aufgussqualität, Holzfarbe und darüber, ob Ofen und Kabine 10 oder 25 Jahre halten. Schweiß, Aufgussöle, Kalk, Staub und Feuchtigkeit setzen sich überall ab – in den Bankritzen, auf dem Glas, zwischen den Saunasteinen und hinter dem Ofen.
Diese Anleitung zeigt dir, wie du deine finnische Sauna und deine Infrarotkabine richtig reinigst und pflegst: nach jedem Saunagang, monatlich und einmal im Jahr. Inklusive Saunasteine prüfen und wechseln, Holzofen und Elektroofen warten, Textilien waschen und Schimmel von Anfang an vermeiden. Stand: 01.10.2026.
| Wann | Was tun | Dauer |
|---|---|---|
| Nach jedem Saunagang | Lüften, Bänke abwischen, Boden feucht nachwischen, Tür offen lassen | 10 Minuten |
| Alle 4–8 Saunagänge | Holz mit Bürste und klarem Wasser bzw. verdünnter Essiglösung reinigen, Glas reinigen, Bodenrost aufstellen | 20–30 Minuten |
| Alle 2–3 Monate | Saunasteine prüfen, umschichten und bröselige Steine aussortieren, Ofen abstauben, Textilien bei 60 °C waschen | 30–45 Minuten |
| 1x pro Jahr | Große Wartung: Steine komplett prüfen/ersetzen, Holz leicht anschleifen und ggf. mit Paraffinöl schützen, Elektroofen-Sichtcheck, Holzofen: Asche, Dichtungen, Schornstein prüfen | 1–2 Stunden |
Faustregel: Riecht der Aufguss muffig, heizt die Sauna langsamer oder verfärbt sich das Holz fleckig, ist es höchste Zeit für die Grundreinigung.
Saunaholz – meist Erle, Espe, Linde oder Hemlock – ist unbehandelt und soll das auch bleiben. Lack, Lasur oder Allzweckreiniger haben in der Kabine nichts zu suchen. Sie dünsten bei Hitze aus und versiegeln die Poren.
Nicht machen: Kein Hochdruckreiniger, kein Chlor, keine Duftreiniger, kein Öl auf heiße Bänke. Eimer und Kellen nie tagelang mit Wasser in der heißen Kabine stehen lassen – das gibt Stockflecken und muffigen Geruch.
Bänke und Lehnen am besten unbehandelt lassen und nur schleifen. Für stark beanspruchte Stellen wie Kopfstützen-Bereich, Bankkanten und Holzboden kannst du nach der Grundreinigung dünn spezielles Sauna-Paraffinöl auftragen – sparsam, nur auf kaltem, sauberem Holz, Überstand abwischen. Das bremst Vergrauen und das Eindringen von Schweiß, verändert aber leicht die Farbe. Teste immer erst an einer verdeckten Stelle.
Kalk vom Aufgusswasser, Fingerabdrücke und Aufgussöle legen sich als Schmierfilm aufs Glas. Putz es im kalten Zustand.
Tipp aus der Praxis: Wer für den Aufguss weiches, kalkarmes Wasser nimmt, hat nur halb so oft Kalk auf Glas und Steinen.
Der Ofen ist das Herz der Sauna. Staub und morsche Steine kosten Leistung und können brandig riechen.
Wenn der Aufguss nur noch zischt und nach Staub schmeckt, liegen die Ursachen fast immer bei den Steinen. Sie altern: Durch ständiges Erhitzen und Abschrecken mit Wasser werden sie porös, bröseln und verdichten sich. Dann zirkuliert die Luft schlechter, der Ofen braucht länger und die Heizstäbe überhitzen.
Welche Steine nehmen? Nur geprüfte Saunasteine aus Olivin-Diabas, Peridotit oder Vulkanit in der vom Ofenhersteller empfohlenen Körnung. Faustregel: 5–10 cm für die meisten Wand- und Säulenöfen, 10–15 cm für große Öfen und Holzöfen mit großem Korb. Bruchsteine speichern gut und sind günstig, gerundete Steine schonen Heizstäbe und lassen sich luftiger schichten. Auf keinen Fall Flusskiesel, Schiefer, Specksteinreste oder Lavasteine aus dem Baumarkt-Grillregal – sie können platzen.
Wie viel brauchst du? Das hängt vom Korb ab – typisch 20 kg für Wandöfen um 6–9 kW, 40–60 kg und mehr für Säulen- und Holzöfen. Lieber einmal 20 kg frisch nachlegen und sauber schichten, als jahrelang mit Steinmehl zu fahren.
Wellmia Olivin-Diabas 20 kg in 10–15 cm ist die richtige Wahl für große Körbe und Holzöfen – grob, speicherstark und langlebig. Für klassische Elektro-Wandöfen passt Harvia AC3000 Bruchstein 20 kg in 5–10 cm, preiswert und bewährt. Wer dunkle, besonders harte Steine für hohe Temperaturen sucht, liegt mit EOS Vulkanit 50–100 mm richtig.
Infrarotkabinen aus Hemlock oder anderem Massivholz schwitzen anders als die finnische Sauna – dafür stauben sie und die Strahler brauchen freie Sicht. Die gute Nachricht: Die Pflege ist einfacher.
Modelle wie die Artsauna Kiruna 120 für 2 Personen oder die kompakte Kiruna 90 für 1 Person sind für normale Haushaltssteckdose und schnellen Aufbau gemacht – gerade deshalb lohnt sich das Abwischen nach jedem Gang: Das helle Hemlock bleibt so jahrelang frisch statt fleckig.
Textilien tragen Schweiß, Öle und Aufgussdüfte. Wasch sie nach jedem Saunagang bei 60 °C, weißes Baumwolltuch verträgt auch 95 °C. Auf Weichspüler verzichten – er verklebt die Fasern und riecht beim nächsten Aufguss mit. Lieber einen Schuss Essig in die Weichspülerkammer, das hält Baumwolle saugfähig und geruchsneutral.
Gut trocknen, am besten an der Luft, dann erst zusammenlegen. Wer wie viele Profis mit großen Tüchern arbeitet – etwa einem Saunaliegetuch aus Baumwolle – schont gleichzeitig das Holz und spart sich das Schleifen.
Gerade im Garten und Keller ist Lüften Pflicht: Restfeuchte über Nacht ist der schnellste Weg zu muffigem Geruch und Schimmel in der Dämmung.
Saunapflege ist kein Frühjahrsputz, sondern Routine. Wer nach jedem Gang lüftet und wischt, einmal im Jahr die Saunasteine erneuert, das Holz nur mit Wasser, Bürste und bei Bedarf Schleifpapier behandelt und den Ofen staubfrei hält, sauniert hygienischer, riecht besseren Dampf und verlängert die Lebensdauer der ganzen Kabine spürbar.
Starte beim größten Hebel: Nimm die Steine raus, sortiere das Bröselige aus und schichte frische, passende Steine locker ein. Danach einmal Holz und Glas – und deine Sauna fühlt sich wieder an wie am ersten Tag.
Trocken lassen, dann in Faserrichtung mit 120er-Papier leicht anschleifen, Staub feucht abnehmen und gut durchheizen. Bei tiefen Flecken hilft nur großzügigeres Schleifen – vorbeugen mit Liegetuch ist einfacher.
Ja, stark verdünnt (ca. 1:10 mit Wasser) für Holz, Glas und Boden. Danach klar nachwischen und gut lüften. Keine Essigessenz pur und keine Säure auf heißem Stein oder blankem Aluminium.
Bröseln, Risse, mehlige Oberfläche, dumpfes Klappern statt hellem Klang, muffiger Aufguss und längere Aufheizzeit. Dann aussortieren und durch geprüfte Olivin-Diabas- oder Vulkanit-Steine in passender Körnung ersetzen.
Nach jedem Gang trocken heizen und stoßlüften, kein Wasser in der Kabine stehen lassen, Bodenrost aufstellen, Dämmung und Hinterlüftung intakt halten. Dauerfeuchte Stellen sofort trocknen und Ursache suchen – meist Lüftung oder undichte Tür.
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